Microformats erweitern die Semantik

Alle fordern das Web soll sematischer werden, aber was soll das und wofür ist das überhaupt gut. Das Netz ist in den letzen Jahren immens gewachsen. Immer neue Techniken kommen hinzu, die versuchen Informationen automatische miteinander zu verknüpfen, um sie so effektiver nutzbar zu machen. Robots und Crawler jagen durchs Netz und suchen. In der letzten Zeit diskutiert man immer wieder über die Zukunft des Web. Begriffe wie Web 2.0 , oder gar Web 3.0 , werden öffentlich diskutiert.

Das klingt oft viel neuer als es eigentlich ist. Man macht sich Gedanken darüber welche Technologien helfen können aus dem Wust vorhandener Informationen, die Informationen zu extrahieren, die den entsprechenden Nutzer tatsächlich interessieren.

Semantisches Web ist ein Schritt in diese Richtung.

Sematik ist ein Begriff der eigentlich aus der Schreiberzunft kommt und nichts anders bedeutet logische inhaltliche Strukturen abzubilden. Es werden Überschriften und Absätze definiert. Html bietet und in diesen Bereich nun wirklich nicht viel. Wir können Überschriftenhierachien entwickeln, aber uns steht nur eine Absatzart zur Verfügung. Da Maschinen nun mal keine Inhalte erfassen können, ist das eher dürftig . Und hier setzt die beiden Erfinder, Tantek Çelik und Kevin Marks, mit Ihren Miroformaten an.

Microformate versuchen nicht die Welt neu zu erfinden, sondern greifen auf existierende Strukturen zurück, um Seitenbereiche so auszuzeichnen, dass bestehende Informationen einfach in Destopanwendungen, wie Outlook Express, übernommen oder besser von Suchmaschinen gefunden werden können. Wir denken da nur an unser Adressbuch usw.

Für die Adressverwaltung haben sich die sogenannten Vcards etabliert.Der Inhalt und Aufbau von vCards wurde vom Internet Mail Consortium (IMC) standardisiert,die Dateien verwenden die Endung .vcf .

Aber wie geht das?

Die Entwickler haben bestimmte Klassen definiert, die man seinen Seitenbereichen hinzufügt. Ein Parser wandelt diese in verwendbare Formate für Vcards oder Kalendereinträge um. Man muss sich noch nicht einmal die Mühe mache, die Inhalte selbst auszuzeichnen. Auf microformats.org/code/ stehen dazu eigens Generatoren zur Verfügung.

Der Code

<div class="vcard"><br /> <span class="fn">Angie Radtke</span><br />
<div class="org">Der Auftritt</div>
<br /> <a class="email" href="mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!"> Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! </a><br />
<div class="adr"><br />
<div class="street-address">www.der-auftritt.de</div>
<br /> <span class="locality">Bonn</span><br /> <span class="region">NRW</span><br /> <span class="postal-code">53125</span><br /> <span class="country-name">Germany</span></div>
<br />
<div class="tel">0228/6420467</div>
</div>

So sieht es aus:

Angie Radtke
Der Auftritt
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.der-auftritt.de
Bonn , NRW , 53125 Germany
0228/6420467

This hCard created with the hCard creator.

Mit Hilfe der Firefox Erweiterung Tails ist es nun möglich die Kontaktdaten zu importieren. Nach erfolgreicher Installation werden in der Seitennavigationsleiste alle Miroformate angezeigt. Mit klick kann man diese in bestehende Anwendungen importieren.

Da der Otto-Normal-Verbraucher in der Regel nicht weiß, was Mircroformate sind, nutzt diese Technologie im Moment nur einem ausgesuchten Kundenkreis. Deshalb haben die Entwickler einen Parser geschrieben, der Online verfügbar ist und direkt per Textfeld angewählt werden kann. Ein Parser erzeugt dort eine Datei mit der Endung .vcf, die man direkt in sein Adressbuch importieren kann. Greift man auf diese Methode zurück sind die angebotenen Informationen direkt für jeden zugänglich.

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