Joomla Barrierefrei - Was Betroffene zu sagen haben

Geschrieben von: Angie Radtke in Ungetagged  am  

Jetzt liegt eine ganze Woche Joomla - Schulung in der Werkstatt für behinderte Menschen der Stiftung Pfennigparade in München hinter mir. Die Arbeit hat mir große Freude bereitet. Alle 6 Teilnehmer waren mit großem Engagement und Einsatzbereitschaft dabei.

Deutlich wird mir bei solchen Schulungen immer wieder, dass Joomla auch Menschen mit Behinderungen eine berufliche Grundlage bieten kann. Ich habe nachgefragt.

Doris Kadrnoschka, Mitarbeiterin der PSG GmbH, einer besonderen Werkstatt für behinderte Menschen, berichtet: "Seit 30 Jahren sitze ich im Rollstuhl und meine beruflichen Möglichkeiten sind sehr einschränkt, deshalb ist für mich die Arbeit am Computer eine der wenigen Möglichkeiten einen Beruf auszuüben. Wenn ein entsprechender Auftrag da ist, kann ich nach dieser Schulung das Projekt mit Joomla umsetzen."

Achim Becker freut sich über Joomlas Flexibilität. Joomla ist für ihn auf der einen Seite ein sehr einfach anpassbares System , bietet aber die notwendige Flexibilität auch komplexe Anpassungen vorzunehmen. Gerade durch das in Joomla intergrierte Beez Template wird die Erstellung barrierefreier Internetseiten sehr erleichtert.

Ute Fröhlich, gehörlos, arbeitet bei der SIGMETA GmbH. Die Sigmeta GmbH ist ein Integrationsunternehmen der Stiftung Pfennigparade mit der Zielsetzung behinderten Menschen in einem barrierefreien Umfeld Arbeit zu vermitteln. Joomla kann ein Weg sein diesem Ziel näher zu kommen, sagt sie.

Joomla ist ein sehr spannendes Thema, findet nicht nur sie, sondern auch ihr Projektleiter Klaus Fischer. Die Grafikkönigin Birgitt Bautze, Gruppenleiterin in der Werkstatt für Behinderte, hat schon während der Schulung am Layout gearbeitet. Unser Schnittstellen-Überwacher Slava wünscht sich beste Beziehungen zu Ivo Apostolov, seinem russischen Landsmann, dem Entwickler von JoomFish. Tom Zigahl mit Einschränkungen an allen vier Gliedmaßen hat das noch nicht (!!) barrierefreie Backend irgendwie (keiner weiß wie) bedienen können. Ihm hat es viel Spaß gemacht und er kann es kaum erwarten, dass die Website www.pfennigparade.de mit Joomla barrierefrei umgestaltet wird.

Ihr arbeitet in einem konzernübergreifenden Projekt der Stiftung Pfennigparade, um dort Barrierefreiheit umzusetzen. Was kann Joomla für euch tun?

Barrierefreiheit sollte nicht nur im Frontend, sondern auch im Backend realisiert werden. Das Joomla Backend ist optisch gut strukturiert, übersichtlich und ergonomisch. Leider ist es für Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung keine Maus führen können und ausschließlich mit der Tastatur arbeiten müssen, sowie für blinde Menschen nur mit Aufwand bedienbar.

Zugänglichkeit zu den Informationen ist eine der wichtigsten Bedingungen für barrierefreie Websites. Auf Grund unserer Erfahrungen beim Testen von Websites auf Barrierefreiheit wissen wir, dass es notwendig ist, maschinelle Tests wie Validatoren mit Praxistests zu ergänzen. Sie werden bei uns von Menschen durchgeführt, welche mit unterschiedlichen Körper- oder Sinnesbehinderungen leben. Nur so lassen sich Stolpersteine in der Benutzerführung feststellen. Die drei EU-Anforderungen wie nicht nur eUsability, sondern auch eAccessibility und damit eine wahrhaftige eInclusion sollten umgesetzt werden, damit eine gleichberechtigte Teilhabe behinderter und anderer benachteiligter Menschen an der Gesellschaft möglich wird. Als behinderte Menschen wollen wir unsere Erfahrungen mit Joomla an die Entwicklergemeinde weitergeben. Das wäre sogar eine Chance, gemeinsam an einer barrierefreien Welt zu arbeiten.

Tom Zigahl betreut übrigens die Website www.ddd-derdirekteDraht.de Anfragen an das Team können die Joomla-Entwickler gerne an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. senden.


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Kommentare

Frohe Weihnachten und nen Orden

geschrieben von Birgitt und Klaus , Dezember 19, 2008

Hallo Angie.

Birgitt und ich haben uns gedacht, dass es a) Weihnachtet und b) Zeit wird dass wir uns melden und c) wir es immer noch schade finden, dass die Schulung schon vorbei ist (grins).

Das wichtigste zuerst: WOW, war ne schicke Schulung und wir empfehlen dich hiermit offiziell weiter!!!
Das allerwichtigste danach: Wir wünschen Dir und den Deinen ein frohes Fest.

Und: Wir melden uns auf jeden Fall im neuen Jahr, weil wir gehen jetzt in Urlaub

Schöne Grüsse aus dem nicht mehr verschneiten München (ohne Fönblick aus Birgitts Büro)

Birgitt und Klaus




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